Die Frucht des Durianbaums hat viele Namen. Stinkfrucht, Käsefrucht, Kotzfrucht, Zibetfrucht oder schlicht Durian sind die Gebräuchlichsten. Biologisch gesehen ist es ein sogenanntes Malvengewächs und trägt den lateinischen Namen Durio zibethinus. Der Name Durian kommt von dem malaiischen Wort „duri“ und bedeutet Stachel, oder Dorn und beschreibt auch das Aussehen der Frucht.

Stinkfrucht

Die Stinkfrucht

Den Durianbaum gibt es in ungefähr 30 verschiedenen Arten, wobei nur 9 davon die eßbare Frucht mit dem besonderen Geruch und Geschmack produzieren. Der bis zu 40 Meter große Durianbaum ist heute in ganz Südostasien weit verbreitet, stammt aber eigentlich aus Brunei, Indonesien und Malaysia. Selbst in Australien und einigen afrikanischen Ländern wird er seit einigen Jahren erfolgreich angebaut. Die Frucht des Durianbaums mit den vielen wenig schmeichelhaften Namen, kann die Größe einer Kokosnuß bis eines Menschenkopfes erreichen, und hat eine stachelige gelblich grün-graue Farbe. Im Inneren enthält sie bis zu 3 bis 6 Kammern, die jeweils mehrere Samen enthalten. Diese Samen sind umgeben von für den Menschen übelriechendem, gelblich schmierigem Fruchtfleisch, das der Pflanze ihre wenig schmeichelhaften Namen einbringt. Das Fruchtfleisch selbst ist vom Geschmack her eher süßlich, nussartig und das Gegenteil des dessen was der Geruch erwarten lässt. Die verschiedenen fruchttragenden Arten des Durians produzieren dabei Früchte mit unterschiedlichem Geschmack. So gibt es auch Durians deren Geschmack eher als zwiebelartig beschrieben wird.

Durian in Deutschland

In Deutschland ist die Duriansfrucht nahezu unbekannt, und frische Früchte sind nur sehr schwer zu bekommen. Da die Duriansfrucht in den letzten Jahren jedoch häufig in der bekannten RTL Fernsehsendung „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ vorkam steigt ihre Bekanntheit in Deutschland. Kurios dabei ist, dass in der genannten Fernsehsendung der Verzehr der dort immer als Kotzfrucht bezeichneten Duriansfrucht eine Strafe und Ekelprüfung für die Kandidaten darstellt. Im Gegensatz dazu werden in Ländern wo die Frucht angebaut wird Verkostungen für Feinschmecker angeboten, wo dann unterschiedliche Sorten der Frucht verzehrt werden. Durian wird dort landläufig als König der Früchte bezeichnet. Das öffentliche Bild der Frucht in Deutschland ist also völlig anders als in ihrem regulären Verbreitungsraum.

Durian in der Medizin

Der Pflanze werden unterschiedliche Heilkräfte zugeschrieben. In der javanesischen Heilkunde wird sie als Aphrodisiakum eingesetzt. In ganz Indonesien wird Durian als Mittel gegen Fieber und bei Gelbsucht eingesetzt. Interessant dabei ist, dass sowohl Blätter, Rinde und Wurzeln des Durianbaums, wie auch die Früchte selbst eingesetzt werden können.